Jugendfeuerwehr Holtgast einen ganzen Tag im Dienst

Die inszenierten Einsätze wurden hervorragend gemeistert

Seit vielen Wochen warteten die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Holtgast bereits
auf den „Tag mit der Feuerwehr“. Schon vor 15 Jahren erstmals in der Jugendfeuerwehr
durchgeführt, findet er nunmehr seit 2015 regelmäßig alle zwei Jahre statt.
Am Samstagmorgen begann der „Tag mit der Feuerwehr“ mit der Einteilung der
Löschfahrzeuge. Danach wurde der Lehrsaal in einen Schlafsaal, und die Fahrzeughalle in
eine Mensa umfunktioniert. Noch währenddessen der erste Alarm. Von der „Leitstelle
Holtgast“ wurde ein „Containerbrand in Fulkum“ in der Kirchstraße gemeldet. Ausgearbeitet
wurden die über den Tag verteilten Übungen wie in den Vorjahren von den Kameraden der
aktiven Einsatzabteilung der Feuerwehr Holtgast. Somit war auch für die Betreuer vorher
nicht klar, was auf die Jugendlichen, die die Übungen leiten und abarbeiten sollten, warten
würde. Dieser Kleinbrand in Fulkum wurde schließlich schnell unter Kontrolle gebracht. Die
Löscharbeiten, sprich Aufbau der Wasserversorgung und eines Löschangriffs zogen sich
jedoch in die Länge. Währenddessen brachte der Eigentümer die Einsatzleitung mächtig unter
Druck, wollte er das Feuer doch gelöscht sehen.
Im Feuerwehrhaus wieder angekommen stand wie nach jedem Einsatz Fahrzeugpflege auf
dem Programm. Gerätschaften mussten wiederhergerichtet werden, damit diese bei der
nächsten Übung wieder einwandfrei funktionieren konnten.
Nach dem Mittagessen wollten die Floriansjünger dann etwas Sport treiben. Das
Völkerballspielfeld wurde hergerichtet, noch während sich die Kameradinnen und Kameraden
umziehen wollten, kam schon der nächste Alarm. Die Leitstelle meldete „Person vom Pferd
gefallen, schwer verletzt!“. Diesmal war der Einsatzort direkt am Ziegelhof Campingplatz.
Die verletzte Person lag leider auf der anderen Seite des Benser Tiefs. Also musste sie mit
einem Seilzug auf die richtige Seite befördert werden. Hierbei unterstützte ein Passant, der
zufällig vor Ort mit seinem Boot am Angeln war. Der stellvertretende
Samtgemeindebrandmeister Frank Bagschik war bei dieser Übung ebenfalls vor Ort. Den
Einsatz übernehmen musste er aber dann doch nicht. Die Jugendlichen arbeiteten vorbildlich
zusammen und führten die von Einsatzleiter Horst Franz ausgearbeitete Übung zügig durch.
Anschließend konnte dann doch noch Völkerball gespielt werden.
Auch danach gab es nur wenig Zeit sich zu erholen. Während der Zubereitung des
Abendessens, gemeinsam wurden Bratkartoffeln und Gyros in zwei großen Pfannen gebraten,
meldete abermals die Leitstelle einen Einsatz. Im Osteries meldeten Passanten der Leitstelle,
dass Rauch aus einem Gebäude steigt. Während ein Fahrzeug die Personenrettung der
Bewohner übernahm, bauten die anderen Kameradinnen und Kameraden den Löschangriff
auf. Die Personenrettung war jedoch einfacher gesagt als getan. Die Katze der Bewohner
befand sich wohl noch im Gebäude und somit mussten auch die Bewohner öfter aus dem
Gebäude geholt werden.
Nachdem auch dieser Einsatz erfolgreich abgearbeitet wurde, gab es dann endlich eine
Verschnaufpause, in der man das zubereitete Essen zu sich nehmen konnte.
In den Abendstunden wurden dann zwei Kinder vermisst. Diese wollten auf einem Land
Blumen pflücken, sind aber nicht wieder zurückgekehrt. Schließlich ging die Mutter hinterher,
welche abermals den Weg nicht zurückgefunden hat. Die vom Familienvater herbeigerufene
Jugendfeuerwehr konnte die Familie schließlich wohlauf hinter einem Wall auffinden.
Nachts gab es dann zum Glück keine Einsätze. Um 05.27 Uhr war die Nachtruhe dann mehr
oder weniger freiwillig vorbei. „Dachstuhlbrand in Damsum“. Nach Erkundung des
leerstehenden Objekts durch die beiden Gruppenführer stellte sich diese Übung jedoch als

Fehlalarm heraus. Zurück ins Bett durften die noch schläfrigen Mädchen und Jungen aber
nicht. Frühstück musste vorbereitet und die Betten abgebaut werden.
Wenige Minuten später dann letztmalig an diesem „Tag mit der Feuerwehr“ die Leitstelle
Holtgast: Unklare Rauchentwicklung in einer Lagerhalle. Am Einsatzort im Lüttje Holt
angekommen wurde bekannt, dass noch zwei Personen vermisst werden. Also hieß es
abermals Personenrettung durchführen und Löschangriff aufbauen.
Beim gemeinsamen Frühstück hat man die vergangenen Stunden dann Revue passieren
lassen.

Jugendherberge statt Zeltlager

Jugendfeuerwehren Esens und Holtgast verbringen schöne Tage auf Borkum

Während viele Jugendfeuerwehren aus Ostfriesland in diesem Jahr am Bezirkszeltlager in Weener teilgenommen haben, besuchten die Jugendfeuerwehren Esens und Holtgast vom 2. – 5. August die Ostfriesische Insel Borkum. Dass die Kinder in diesem Jahr mal etwas anderes machen wollten, darüber stimmten sie bereits im November letzten Jahres ab. Fortan bemühten sich die Jugendbetreuer eine Alternative zum Zeltlager herauszusuchen und ein ordentliches Programm auf die Beine zustellen.

Früh morgens startete die Gruppe vom gemeinschaftlichen Treffpunkt beim Holtgaster Feuerwehrhaus. Von Emden ging es dann mit einer Fähre zur zweistündigen Überfahrt nach Borkum weiter. Dort angekommen war es zur gebuchten Jugendherberge nicht weit. Nur wenige Meter mussten vom Hafen zum ehemaligen Kasernengelände zurückgelegt werden.

Da man nicht sofort die Zimmer beziehen konnte, hat man sich dazu entschieden mit dem Zug in die Stadt zu fahren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hatten die Jugendlichen dann Zeit für sich und konnten die Insel auf eigene Faust besichtigen. Am späten Nachmittag ging es dann zur Jugendherberge zurück, man bezog die Zimmer. Anschließend gab es Abendessen. An allen drei Abenden haben die Betreuer Lagerfeuer, das man ja bereits von den Zeltlagern kennt, und Stockbrot angeboten.

Am zweiten Tag ging es dann mit einer humorvollen und durchaus interessanten Wattführung mit dem Wattführer „Bertus“ weiter. Am Nachmittag stand dann Kart fahren auf dem Programm.

Der Sonntag war sehr nass. Fast den ganzen Tag verbrachten wir im „Gezeitenland“. Im hiesigen Schwimmbad haben die Mädchen und Jungen sehr viel Spaß gehabt. Wie bei den Zeltlagern waren Ballspiele zumeist an der Tagesordnung. Der dritte Tag endete am späten Abend mit einer Nachtwanderung. Diese führte uns durch die verschiedenen Häfen der westlichsten ostfriesischen Insel. Spannend war der Blick rüber zum Festland. Während es in Richtung Ostfriesland rot blinkte, konnte man an der niederländische Küste lediglich das Kraftwerk grün leuchten sehen.

Am Montag hieß es dann leider schon wieder packen. Mit einem abschließenden Mittagessen bei Schnitzel und Pommes und einem letzten kurzem Strand- und Städtetrip endete unser Aufenthalt auf Borkum.

Allen Beteiligten hat diese Alternative zum Zeltlager sehr gefallen. Dennoch freut man sich auf das nächste Jahr, in dem man dann am Kreiszeltlager wieder teilnehmen möchte.

Oldtimerfreunde übergeben Spenden

++++ Die Jugendfeuerwehr Holtgast bedankt sich bei allen, die diese Tombola mit Preisen unterstützt haben und selbstverständlich bei allen, die Lose gekauft haben!!! ++++

Je 1000 Euro gehen an den Kindergarten „Kinnerhuus“ und die Jugendfeuerwehr

Bericht aus dem Anzeiger für Harlingerland vom 10.07.2019

Der Kindergarten möchte die Spende für eine Wasserspielanlage, die Jugendfeuerwehr für Poloshirts einsetzen.

HOLTGAST. (GFH) Das nunmehr dritte H.O.F.-Fest ist den über 70 aktiven Mitgliedern der Holtgaster Oldtimerfreunde (H.O.F.) und den weit über 1000 Besuchern noch in bester Erinnerung. Nachdem nun die Schlussabrechnung vorliegt, konnte der Überschuss aus der Tombola in Höhe von 2000 Euro übergeben werden. Der Kindergarten „Kinnerhuus“ und die Jugendfeuerwehr wurden dabei je zur Hälfte des Erlöses bedacht.

Fast 200 Besitzer betagter Schlepper, Pkw und Zweiräder waren Anfang Juni zum Hofcafé Gerdes nach Utgast gerollt, um ihre Prachtstücke der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Holtgaster Oldtimerfreunde hatten auf dem großen Areal zudem eine komplette Schlepper-Sonderausstellung der Marken Farmell, Case und Mc Cormick organisiert.

Friedrich Lüpkes bereicherte mit den Bildern und Hinweisen zu Häusern und Bewohnern der Ortsteile Pansath und Mimstede den Schautag ebenso wie weitere Standmotoren, Mini-Dampfeisenbahn und -Dreschmaschine.

Während das Hofcafé- Team die Besucher mit leckeren Torten, Tee und Kaffee bewirtete, sorgten Imbiss-, Erbsensuppe-, Getränke- und Eisstände für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher.

H.O.F.-Mitglied Gabriele Jelinek hatte die Idee, erstmals beim H.O.F.-Fest eine Tombola anzubieten, deren Erlös einem guten Zweck zugeführt werden sollte. Binnen zehn einsatzstarken Wochen gelang es ihr, 250 lukrative Preise, allesamt gestiftet von der hiesigen Geschäftswelt, zusammenzutragen. Gemeinsam mit Vereinsmitglied Ingo Freesemann wurden den ganzen Veranstaltungstag Lose verkauft, die insgesamt mehr als 1800 Euro einbrachten. Durch eine weitere Spende des Hofcafés wurde die Summe auf 2000 Euro aufgestockt. „Allen Sponsoren gilt dabei unser ganz besonderer Dank“, so Vorsitzender Gerhard Meier.

Bei der Spendenübergabe, bei der auch Bürgermeister Gerhard Frerichs das große Miteinander der Vereine und Einrichtungen lobte, freuten sich Kindergartenleiterin Svenja Freimuth-Burmeister und Mitarbeiterin Martina Gerdes über die nun erhaltenen 1000 Euro, die für die baldige Installation einer Wasserspielanlage auf dem Spielplatz vom „Kinnerhuus“ in Holtgast verwendet werden sollen.

Auch Jugendfeuerwehrwart Herman Hemken brachte seine große Dankbarkeit zum Ausdruck. „Jetzt können wir unsere jungen Akteure mit schmucken Poloshirts ausstatten. Und vielleicht ist dann ja auch noch ein kleiner Zuschuss für einen geplanten Fünf-Tage-Aufenthalt auf der Nordseeinsel Baltrum möglich“, stellte der Holtgaster Jugendfeuerwehrwart in Aussicht.

Müllsammelaktion

Die Kinder- und Jugendfeuerwehr Holtgast hat sich auch in diesem Jahr an der Aktion “Frühjahrsputz” beteiligt.
Die Jugendfeuerwehr Holtgast beteiligte sich bisher an jeder Frühjahrsputz-Aktion, während die Kinderfeuerwehr erstmalig an dieser tollen Aktion mitwirkte. Zur Stärkung gab es vor der Müllsammelaktion ein gemeinsames Frühstück im Feuerwehrhaus. Danach schwärmten die Jugendlichen aus. 
Was andere Menschen achtlos in die Natur werfen, sammelten die Mädchen und Jungen wieder ein. So werden schon die Jüngsten sensibilisiert und ihnen wird vor Augen geführt, dass Müll in der Natur nichts zu suchen hat. Erfreulicherweise fällt auf, dass es immer weniger Müll gibt, der aufgesammelt werden muss. 
Dennoch kam wieder jede Menge Unrat zusammen. 
Abschließend kamen dann alle aus der Gemeinde beteiligten Vereine im Feuerwehrhaus zusammen um eine leckere Erbsensuppe zu sich zu nehmen.

Geldregen für die Kinderfeuerwehren

Bericht und Bilder Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland vom 19.01.2019

Am 22. November haben Anzeiger für Harlingerland und Jeversches Wochenblatt zu Spenden für die Kinderfeuerwehren aufgerufen. Gestern war die erste Übergabe.

WITTMUND/JEVER. Leuchtende Kinderaugen in den Abordnungen der Kinderfeuerwehren und strahlende Gesichter bei den Betreuern sowie den Führungskräften gab es gestern in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Wittmund. Anlass war die erste Spendenübergabe nach der Weihnachts-Spendenaktion der beiden Heimatzeitungen Anzeiger für Harlingerland und Jeversches Wochenblatt.

Dazu hießen Wittmunds Kreisbrandmeister Friedhelm Tannen, noch in Doppelfunktion auch als Kreisjugendfeuerwehrwart, die stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwarte Oliver Hemken und Marcel Onken (Kreis Wittmund) und Kreisjugendfeuerwehrwart Karl Adden (Friesland) seitens der Zeitungen den Geschäftsführer des Brune-Mettcker-Verlags Helmut Loerts-Sabin, die Redaktionsleiter Helmut Burlager (Jever) und Klaus-Dieter Heimann (Wittmund), den Redakteur Klaus Händel sowie Birte Dierks und Katharina Klarmann (Produktmanagement beider Zeitungen) willkommen.

Als Vertreter der Feuerwehren begrüßte er die Abordnungen der acht bestehenden Kinderfeuerwehren im Verbreitungsgebiet beider Tageszeitungen: Dornum, Ardorf, Carolinensiel, Holtgast, Ochtersum, Wiesede, Hohenkirchen und Jever .

Und dann die erste Überraschung: Hatte die Weihnachtsspendenaktion zum Jahresende mit 20 000 Euro abgeschlossen, wir berichteten, so hat sich die Endsumme durch eine Spende der Jade Wirtschaftsraum Regionalstiftung in Höhe von 1000 Euro und einer Privatspende über fünf Euro auf 21 005 Euro erhöht.

Davon erhalten die acht bestehenden Kinderfeuerwehren jeweils 2000 Euro. Jeweils 1000 Euro erhalten die vor ihrer Gründung stehenden Kinderfeuerwehren in Schweindorf (am 26. Januar), Burhafe im Februar/März, Blomberg im März sowie Westerholt im Sommer dieses Jahres.

Die restlichen 1005 Euro bleiben vorerst auf dem Spendenkonto. Diese Summe ist für die nächste Kinderfeuerwehr im Jeverland bestimmt, wo laut Karl Adden in diesem Jahr noch keine weitere Gründung geplant ist. Aber das kann sich ja noch ändern: Startkapital ist vorhanden.

Mit diesem sensationellen Ergebnis haben weder die Initiatoren der Spendenaktion noch die Kinderfeuerwehren gerechnet. Um so größer war gestern die Freude auf allen Seiten. Das hervorragende Resultat unterstreicht die Bedeutung der Nachwuchsarbeit und den Gemeinsinn in der Region.

Anzeiger für Harlingerland und Jeversches Wochenblatt bedanken sich nochmals bei allen Spendern sowie bei den Kinderfeuerwehren und ihren Betreuern, die die Aktion zugunsten der Kinderfeuerwehren tatkräftig unterstützt haben.

Als Spendenanreiz hat der Verlag eine Notfallkarte aufgelegt. In Absprache mit der Kooperativen Regionalen Leitstelle Ostfriesland wird darauf erklärt, wie einfach es ist, einen Notruf abzusetzen. Auf der Rückseite kann der Karteninhaber Namen und Telefonnummern von den Personen eintragen, die im Falle eines eigenen Notfalls benachrichtigt werden sollen. Für viele Spender ist diese Notfallkarte seit ihrer Spende zu einem ständigen und wertvollen Begleiter geworden. Auch das sei aus Sicht der Feuerwehren eine tolle Sache mit Langzeitwirkung.

„Wir sind überwältigt“, erklärte Kreisbrandmeister Friedhelm Tannen und kündigte die zweite Überraschung an: ein „Dankeschön von den Kinderfeuerwehren“ in Form einer hölzernen Erinnerungstafel für die Initiatoren und Organisatoren „dieser beispielhaften Unterstützung für den jüngsten Feuerwehrnachwuchs“. Der größte Dank gilt jedoch allen Spendern.

Mit einer hölzernen Erinnerungstafel, übergeben an Katharina Klarmann (l.) und Birte  Dierks, sagen die Feuerwehren den Initiatoren und allen Spendern „Dankeschön von den  Kinderfeuerwehren“.   BILD: Klaus Händel
Groß war gestern die Freude in den Reihen des jüngsten Feuerwehrnachwuchses in den  acht bestehenden Kinderfeuerwehren im Verbreitungsgebiet des Anzeigers für Harlingerland  und des Jeverschen Wochenblattes bei der Übergabe der ersten symbolischen Schecks  aus der Weihnachts-Spendenaktion. „Das war eine ganz tolle Sache“, bedankte sich Kreisbrandmeister  Friedhelm Tannen bei den Initiatoren beider Tageszeitungen sowie bei allen Spendern.   BILD: Klaus Händel